Orthomolekulare Medizin & Mikronährstoffmedizin


Gesundheit auf Zellebene verstehen und unterstützen


Die orthomolekulare Medizin – auch Mikronährstoffmedizin genannt – beschäftigt sich mit der gezielten Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren, die für eine gesunde Zellfunktion unverzichtbar sind. Ziel ist es, biochemische Ungleichgewichte zu erkennen und auszugleichen, bevor manifeste Erkrankungen entstehen oder sich chronische Beschwerden verfestigen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur ein einzelnes Symptom, sondern der energetische und funktionelle Zustand des gesamten Organismus.


Die Rolle der Mitochondrien – Energie entscheidet
Ein besonderer Fokus liegt auf den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ unserer Zellen. Sie sind verantwortlich für die Energieproduktion (ATP) und damit für Leistungsfähigkeit, Regeneration, Konzentration, Immunabwehr und Hormonregulation.
Sind die Mitochondrien durch Mikronährstoffmängel, chronischen Stress, stille Entzündungen oder Infekte belastet, kann dies zu Symptomen führen wie:

  • Erschöpfung und Fatigue
  • Burn-out und Mental-Overload
  • Long Covid / Post-Virus-Syndrome
  • verminderte Stressresilienz
  • Konzentrations- und Leistungsabfall

Auch bei autoimmunen Erkrankungen, chronischen Entzündungsprozessen, einer geschwächten Immunabwehr oder Krebs spielt die mitochondriale Funktion eine zentrale Rolle.
Stille Entzündung – wenn der Körper dauerhaft unter Stress steht
Im schulmedizinischen Labor sind die Entzündungswerte meist immer in Ordnung. Viele chronische Beschwerden gehen aber mit einer sogenannten stillen Entzündung einher. Dabei handelt es sich um niedriggradige, oft unbemerkte Entzündungsprozesse.

  • das Immunsystem fehlregulieren
  • die Mitochondrien schädigen
  • den Stoffwechsel und die Hormonbalance beeinträchtigen

Entzündungsauslösend sind : chronischer Stress, zu hoher Zuckerkonsum, Übergewicht, schlechter Schlaf, eine erhöhte Permeabilität im Darm ("Leaky gut"), Umweltgifte in der Luft, im Trinkwasser oder in der Nahrung
Mikronährstoffe wie Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Selen oder antioxidative Vitamine sind entscheidend, um entzündliche Prozesse zu regulieren und Zellschutz zu gewährleisten.
Warum wir Mikronährstoffe messen – und warum im Vollblut
In der Mikronährstoffmedizin werden Werte nicht „blind“ supplementiert, sondern zunächst gezielt gemessen. Dabei nutzen wir häufig Vollblutanalysen, da diese den tatsächlichen intrazellulären Versorgungsstatus widerspiegeln – also das, was den Zellen langfristig zur Verfügung steht.


Serumwerte zeigen vor allem:

  • kurzfristige Schwankungen
  • akute Zufuhr oder Mangelzustände

Vollblutwerte zeigen:

  • die Versorgung innerhalb der Zellen
  • chronische Defizite
  • funktionelle Reserven

Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Keine ist besser oder schlechter – sie beantworten unterschiedliche Fragestellungen und ergänzen sich ideal, insbesondere in der funktionellen und präventiven Medizin.
Therapieprinzip: messen – gezielt substituieren – nachhaltig regulieren
Nach der Diagnostik erfolgt eine individuelle, zeitlich begrenzte Substitution mit bioaktiven, gut verfügbaren Mikronährstoffen – oft in einer zunächst höheren Dosierung, um bestehende Defizite auszugleichen und die Zellfunktion zu stabilisieren.
Langfristig gilt jedoch:
Mikronährstoffe sind kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil.


Das Ziel ist immer, den Körper so zu unterstützen, dass:

  • die Versorgung möglichst über Ernährung
  • einen angepassten Lebensstil
  • Stressregulation, Schlaf und Bewegung

aufrechterhalten werden kann. Supplemente sind dabei Werkzeuge, keine Dauerlösung.
Ganzheitlich, individuell und ergänzend


Die orthomolekulare Medizin/ Mikronährstofftherapie  versteht sich nicht als Gegenmodell zur klassischen Medizin, sondern als sinnvolle Ergänzung. Sie verbindet moderne Labordiagnostik mit einem tiefen Verständnis für Zellbiologie, Stoffwechsel und individuelle Belastungsfaktoren – immer mit dem Ziel, Gesundheit nachhaltig zu stärken und Selbstregulation zu ermöglichen.

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